Einreichung 30.12.2024 Auftrag durch die Familie Herzog; Architekten Wagner & Widmann
Historisch
Die Judenbergalm benennt eine Gruppe von 3 Bauernhäusern am Westhang des Gaisberges, in deren Nähe das Hotel Cobenzl -später Kobenzl errichtet wurde. Da an diesem Hang ein alter Römerweg führte wird vermutet, dass das römische „lugum“ für Berghang mundartlich umgedeutet wurde. Von 1887 bis 1929 führte die Gaisbergzahnradbahn von Parsch über Judenberg Alpe, Zistelalm zur Station Gaisbergspitze. Von 1954 bis 1972 war die Judenbergalm Endstation des Sesselliftes von Parsch auf den Gaisberg und wurde durch die Errichtung der Gaisbergstrasse unrentabel eingestellt.
Architektonisch
Da Überlegungen einer Sanierung des Altbestandes weder räumlich noch finanziell zu einem befriedigenden Ergebnis führten, wurde Erich Wagner (mit mir) mit der Planung eines Neubaues mit der Auflage betraut, nur gleichwertige Zimmer mit Talblick vorzusehen. Die Baubehörde verlangte, dass wir uns im Rahmen der Ausdehnung des Altbaus bewegen müssen. Dem fast selbstverständlichen Umgang des Altbaus mit dem Gelände folgend entwickelten wir 5 Baukörper, zwischen denen das Gelände (Weg-Wiese-Bach-Bad) durchläuft. Der Entreebau mit Pergolaterrasse wird von 3 Bettentrakten im Norden und einem Servicetrakt im Süden flankiert. Von der Gaisbergstrasse kommend treten die grasbedeckten Baukörper nur 1 geschossig in Erscheinung, sie entwickeln sich 3 Geschosse nach unten, die Hanglage nutzend. Ein doppelläufiges Stiegenhaus mit rundem Auge und Oberlicht verbindet die Geschosse bis in die Tiefgarage. Eine Quelle speist den Wasserlauf, der in einem Natur-Schwimmteich in der Wellnessebene endet. Die Einreichung wurde trotz begeisterter Aufnahme des Investors und Betreibers zurückgezogen, da man sich dem Willen der Stadt, einen Wettbewerb zu veranstalten, nicht entziehen konnte.







